Legionellen

Was sind Legionellen?

Legionellen sind bewegliche Stäbchenbakterien. Sie kommen sowohl in Oberflächenwässern als auch in geringer Anzahl im Grundwasser vor. Daher können sich auch in dem von den Wasserwerken gelieferten Trinkwasser Legionellen befinden.

Was macht Legionellen so gefährlich?

Erkrankungen mit Legionellen treten in zwei unterschiedlichen Verlaufsformen auf.

Die eigentliche "Legionärskrankheit" zeigt sich in einer schweren Lungenentzündung, die unbehandelt in 15-20% der Fälle tödlich verläuft.

Beim weitaus häufiger vorkommenden "Pontiac-Fieber" handelt es sich um eine fiebrige, grippeähnliche Erkrankung, die meist ohne Lungenbeteiligung binnen weniger Tage abheilt.

Vermehrung und Infektion

Wie kann man sich infizieren?

Hauptinfektionsweg ist das Einatmen erregerhaltiger Aerosole aus dem Warmwasser. Besonders Duschen sind damit die vorrangigen Gefahrenquellen.

Wann vermehren sich Legionellen?

Bei Temperaturen bis zu ca. 20 °C vermehren sich Legionellen nur sehr langsam.

Erst über 20 °C steigt die Vermehrungsrate allmählich an und ist etwa zwischen 30 und 45°C am größten.

Bei ca. 55 °C kommt es langsam zum Absterben.